Hast Du Töne, Teil 2

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum wir hören können? Töne und Geräusche sind Schall, der sich in der Luft fortbewegt. Hier findest Du ein kleines Experiment, mit dem Du das untersuchen kannst. Wir haben ein ganz Ähnliches Experiment vor einiger Zeit schon einmal gemacht. Heute schauen wir noch etwas genauer hin.

Übrigens: Schall bewegt sich in der Luft mit ungefähr 1240 Kilometern in der Stunde fort, also schneller als ein Düsenflugzeug! Das Licht ist aber noch viel schneller, es bewegt sich mit ungefähr 1 Milliarde Kilometern pro Stunde! Deshalb sehen wir bei einem Gewitter zuerst den Blitz und hören einige Sekunden später den Donner, der von dem Blitz erzeugt wird.

(Mark Kamin, CC BY-SA 2.5)

Erklärung

Schallwellen bewegen sich durch Luft genauso wie Wasserwellen durch das Wasser. Es gibt einige kleinere Unterschiede, aber das Prinzip ist gleich. Im Weltraum, wo es keine Luft gibt, können wir also auch nichts hören. Laute Explosionen oder Ähnliches wie in Science-Finction-Filmen sind leider total erfunden!

Die Schallwellen breiten sich von einem Glas zum Anderen aus und regen dort das Glas und damit den Draht zu Schwingen an. Du kannst das in der Badewanne nachstellen: Wenn Du im Takt ins Wasser tippst, um Wasserwellen zu produzieren, bewegt sich eine Gummiente, die 10 oder 20 cm entfernt schwimmt, im gleichen Takt.


(Denkmal für Loriot, CC BY-SA 4.0)

Warum müssen die Gläser gleich hoch gefüllt sein? Das hat etwas mit Resonanz zu tun. Wenn Du das Glas antippst, hörst Du einen Ton, und die Tonhöhe (=“Frequenz“) hängt davon ab, wie viel Wasser im Glas ist. Das gilt für beide Gläser. Wenn also die Füllhöhe verschieden ist, schwingen die Gläser auf verschiedenen Tonhöhen, und der Schall vom einen Glas kann das andere nicht anregen.

Du kennst diesen Effekt auch von der Schaukel auf dem Spielplatz: Wenn Du Deinen Freund oder Freundin nicht im richtigen Takt Anschwung gibst, wird die Schaukel nicht höher schwingen. Das entspricht den beiden Gläsern.


(CC BY-SA 4.0)

KaLi Schlaufuchs ist auf Deine Beobachtungen und Antworten gespannt, die Du in Dein Forscherprotokoll eintragen und dann an KaLi Schlaufuchs schicken kannst. Oder du schreibst deine Antwort einfach als Mail an frage@kali-schlaufuchs.de

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